Grund- und Mittelschule Windischeschenbach
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Besuch im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern


Anfang Mai besuchten wir, die 6. Klasse der Mittelschule Windischeschenbach, das Bergbau- und Industriemuseum in Theuern. Unsere Lehrerin Frau Weigl und Herr Hammer mit seiner vierten Klasse begleiteten uns. In Theuern erwartete uns schon eine Frau, die uns durch die Ausstellungen führte, uns eine Menge erklärte und sogar alte Maschinen anlaufen ließ. Früher gab es keinen Strom und deshalb steht die Spiegelschleife und die alte Mühle neben einem Fluss, um die Wasserkraft zu nutzen. Im Strommuseum gibt es viele Elektrogeräte, die heute zwar veraltet sind, aber damals eine große Erleichterung waren, weil man nicht mehr alle Arbeiten ausschließlich mit Muskelkraft ausführen musste. Auf unserem Rundgang erfuhren wir viel Interessantes und unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet.

gruppe6

Felix und Marek: Wie wurden früher die Maschinen angetrieben?
Die Menschen bauten eine Mühle an einen Bach, dann bauten sie ein Wasserrad, das durch die Wasserkraft angetrieben wurde. Diese Kraft musste bis zum Mahlwerk übertragen werden.

Sezin und Helin: Wem gehörte die Mühle früher?
Die Mühle wurde 1860 erbaut. Der Betreiber der Weißmühle war die Familie Weiß, deswegen heißt sie Weißmühle. Dort wurden verschiedene Getreidesorten gemahlen, z.B. Weizen, Dinkel und Roggen.

Lino und Nico: Welche Maschinen brauchte man früher zur Getreideverarbeitung?
Mit der Sense mähte man die Getreidehalme ab. Auf der Tenne wurde das Getreide gedroschen. Durch mehrmaliges Draufschlagen mit dem Dreschflegel fielen die Getreidekörner heraus. In der Putzmühle wurden Strohteile und Staub herausgeblasen und das Korn nach unten gerüttelt. In der Mühle schüttete man die Körner oben in einen Trichter, der zum Mahlstein führte. Dort wurden die Körner zu Mehl zerrieben. Wenn in der Mühle kein Korn mehr im Trichter war, dann läutete eine kleine Glocke, weil sonst das Mahlwerk ohne Korn kaputt wird. Das gemahlene Mehl kam zum Schluss in einen Beutelkasten. Dort wurde das Mehl gesiebt und in Säcken abgefüllt.

Justin und Alicia: Wir sind jetzt in der Spiegelschleife. Wie polierte man Glas?
Das Glas wurde zuerst auf einem großen ebenen Stein in der Rundschleife mit Filz und Eisenoxid geschliffen. Es dauerte 54 Stunden, bis ein Spiegel glatt war. In einem Raum war eine schwarze Wand und ein Tisch am Fenster, wo man überprüfen konnte, ob noch Kratzer im Glas waren. Wenn es noch Kratzer in den Spiegeln gab, besserten es Frauen zu Hause aus. Sie schliffen es noch gründlich, bis es keine Kratzer mehr gab. Damals arbeitete man 12 bis 16 Stunden am Tag. Der Meister wohnte in demselben Haus, damit er Maschinen reparieren konnte, falls etwas kaputt war.

Dilara und Seda: Wie erzeugte man Licht ohne elektrischen Strom?
Bevor Thomas Edison 1879 die erste Glühbirne erfand, nahm man Kerzen oder Öllampen. Das war nicht besonders hell. Die Menschen gingen sehr früh ins Bett und standen mit der Sonne wieder auf. So brauchte man wenig künstliches Licht.

Tamara und Franziska: Wie lagerten die Menschen ihre Lebensmittel ohne Kühlschrank?
Man lagerte das Essen in kühlen dunklen Räumen, z.B. im Keller. Früchte wurden eingeweckt, das bedeutet, die Früchte werden mit Zuckerwasser in Gläser abgefüllt. Daraufhin kommt ein Gummi zwischen das Glas und den Deckel, es wird fest verschlossen und gekocht. Man konnte auch Marmelade machen. Früchte wurden aber auch getrocknet, z.B. Apfelscheiben und Zwetschgen. Fleisch wurde gut gesalzen und blieb dann einige Tage in einem Fass stehen, dann kam es in die Räucherkammer.

Fabian: Wie kochten die Menschen früher ohne Elektroofen?
Man machte Feuer in einem Küchenherd. Auf der heißen Ofenplatte standen die Töpfe. Beim Backen und Braten in der Röhre musste man darauf achten, dass das Feuer eine gleichmäßige Hitze hatte.

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Veronika und Simge: Wie wuschen die Menschen ihre Wäsche?
In einem Waschkessel kochte man Seifenlauge. Nun legten sie die Wäsche in das kochende Seifenwasser. Nach einer Weile stampften sie die Wäsche mit einem Stampfer, damit sie vom Schmutz befreit wurde. Im Waschtrog rubbelte man die Wäsche auf dem Waschbrett. Später hat man dann die Wäsche in klarem Wasser mehrmals gespült, damit sie von der Seife gesäubert wurde. Zum Schluss hat man die ausgewrungene Wäsche hinausgetragen und an einer Leine zum Trocknen aufgehängt.

Justin und Sandra: Konnte man ohne Strom bügeln?
Das Bügeleisen stand auf der heißen Herdplatte und wurde dort erhitzt. Es gab auch Bügeleisen, die innen hohl waren. Dort gab man heiße Kohle hinein, dann konnte man die Kleidung glatt bügeln. Man durfte das Bügeleisen nicht lange auf der Wäsche haben, sonst verbrannte sie. Auch musste man aufpassen, dass keine Kohle heraus fiel.

Markus und Florian: Wie haben die Menschen den Teig früher ohne Rührgerät gerührt?
Sie benutzten einen Kochlöffel oder rührten den Teig mit der Hand. Das war für die Menschen sehr anstrengend. Sie mussten den Löffel die ganze Zeit abwechselnd rechts und links rühren, bis der Teig fertig war.

Sebastian und Felix: Wie funktionierte eine Kaffeemaschine?
Zuerst musste man Kaffeebohnen in den Trichter geben. Dann drehte man im Uhrzeigersinn an der Kurbel, was ziemlich anstrengend war. Im Inneren der Kaffeemühle ist ein kleines Mahlwerk, in dem die Bohnen zermalmt wurden. Man konnte auch einstellen wie fein oder grob gemahlen wird. Unten war eine kleine Schublade, in die das Kaffeepulver fiel.

Simon und Martin: Wo kommt heute der Strom her?
Ein Großteil unseres Stroms kommt heute aus dem Atomkraftwerk. Außerdem werden Wasserkraft, Wärme aus der Müllverbrennung und Biogasanlagen zur Stromerzeugung genutzt. Um die Windkraft zu nutzen, stellt man große Windräder auf. Auf vielen Dächern sieht man heute Solarzellen, die Strom aus der Sonne erzeugen. Zusätzlich wird auch mit Hilfe von Kohle, Gas und Öl Strom erzeugt.

Das war eine sehr interessante Führung. Wir haben viel gesehen und gelernt. Danke für alle Erklärungen und Vorführungen.


6. Klasse der Mittelschule Windischeschenbach.